Die Wahl zwischen unterirdischer und oberirdischer Zisterne hängt von Platzverhältnissen, Klimabedingungen und dem geplanten Verwendungszweck ab. Beide Systeme haben spezifische Vor- und Nachteile, die vor dem Einbau sorgfältig abgewogen werden sollten.

Unterirdische Zisterne

Unterirdische Tanks aus Beton, Polyethylen (PE) oder Glasfaserkunststoff (GFK) sind die am weitesten verbreitete Form für größere Regenwassernutzungsanlagen. Vorteile:

Nachteile: Einbau erfordert Erdarbeiten und einen Zugangsschacht. Der Aushub muss fachgerecht erfolgen; bei hohem Grundwasserstand kann der Tank aufschwimmen (Auftrieb), wenn er leer ist.

Mindesteinbautiefe

In Deutschland sollte der Deckel einer unterirdischen Zisterne mindestens 60–80 cm unter der Geländeoberfläche liegen, um Frostschäden zu vermeiden. In Norddeutschland empfehlen sich größere Tiefen. Genaue Frosteindringtiefen für den eigenen Standort gibt der Deutsche Wetterdienst (DWD) an.

Oberirdische Zisterne (Regentank)

Oberirdische Tanks eignen sich vor allem für die Gartenbewässerung. Sie sind günstiger in der Anschaffung und einfacher zu installieren, haben aber Einschränkungen:

Anschlüsse und Zubehör

Für eine funktionsfähige Zisternenanlage werden folgende Komponenten benötigt:

KomponenteFunktion
FallrohrfilterGrobe Partikel (Laub, Sand) aus dem Zulauf entfernen
BeruhigungszulaufSediment im Tank nicht aufwirbeln
Schwimmfilter/SchöpferWasser von der klarsten Zone entnehmen
ÜberlaufAbführen von überschüssigem Wasser in die Kanalisation oder Versickerung
PumpeDruckerhöhung für Toilette, Waschmaschine oder Gartenbewässerung
Druckschalter/SteuerungAutomatisches Nachspeisen aus dem Trinkwassernetz bei Leere

Wichtiger Hinweis zur Trennung von Trinkwasser

Regenwasser darf in Deutschland nicht direkt mit dem Trinkwassernetz verbunden werden. Das Nachspeisesystem muss einen freien Auslauf (Rohrbelüfter) haben, der das Rückfließen von Regenwasser in das Trinkwassernetz verhindert. Diese Anforderung ergibt sich aus der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) und der DIN EN 1717.

Weiterführende Quellen

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